10.04.2021


SAFRI begrüßt EPA-Abkommen



Stuttgart, 31. Juli 2014 - Die Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft - SAFRI begrüßt den Abschluss eines Wirtschaftspartnerschaftsabkommens zwischen der Europäischen Union (EU) und den sechs afrikanischen Staaten Botswana, Lesotho, Mosambik, Namibia, Südafrika und Swaziland. Die EU hat mit diesen sechs Mitgliedsstaaten der Southern African Development Community (SADC) ein Economic Partnership Agreement (EPA) vereinbart. Mit den EPAs werden die zwischen den Vertragspartnern bestehenden Handelshemmnisse über einen Zeitraum von bis zu 25 Jahren abgebaut und die Zusammenarbeit in allen handelsrelevanten Bereichen verbessert.

"Das EPA-Abkommen der EU mit den sechs SADC-Mitgliedern ist zu begrüßen und ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Ausbaus der Handelsbeziehungen zwischen Europa und dem südlichen Afrika", erklärt SAFRI-Generalsekretär Andreas Wenzel. "Nun kommt es darauf an", so Wenzel weiter, "dass die EU mit allen weiteren Mitgliedsstaaten der SADC zu einem Vertragsabschluss gelangt und die afrikanischen Partner langfristig bei der Implementierung des Abkommens unterstützt."

Im Cotonou-Abkommen aus dem Jahr 2000 haben die Europäische Union (EU) und die Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten (AKP) beschlossen, WTO-konforme Handelsabkommen abzuschließen. Hierzu sollen Wirtschaftspartnerschafts-abkommen (EPA) vereinbart werden. Die Frist endet am 30. September 2014. Verhandlungsansatz der EU ist es, mit regionalen EPAs möglichst alle Staaten einer Region abzudecken und jenseits von Waren- und Dienstleistungen auch handelsbezogene Themen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie Subventionsmaßnahmen und öffentliches Auftragswesen zu erfassen.

Bedeutend für afrikanische und deutsche Wirtschaft
Auch wenn der Anteil Subsahara-Afrikas am deutschen Außenhandel derzeit noch relativ gering ist, sind die EPA-Abkommen mit afrikanischen Staaten für die afrikanische und die deutsche Wirtschaft langfristig von hoher Bedeutung: "Wenn in Zukunft die Weiterverarbeitung von Rohprodukten in Ländern oder Regionen Subsahara-Afrikas erfolgreicher gestaltet wird, das Angebot und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen dort ausgebaut und der Export weiterverarbeiteter Produkte gesteigert werden, so sind die EPA-Abkommen für den Entwicklungsweg dieser Branchen und Unternehmen sehr förderlich. Dies betrifft die gesamte Bandbreite von Agroindustrie bis zu technologischen Produkten," erläutert Andreas Wenzel. Ein besserer Zugang auf die afrikanischen Märkte eröffne deutschen Importeuren und importorientierten Investoren bessere Chancen bei der Diversifizierung von Lieferketten sowie deutschen Exporteuren und exportorientierten Investoren bei der Erschließung neuer Märkte.

Quelle: Safri


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