19.02.2013 |  Andrea Wörle
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EMEA Fonds Fidelity


Besser als der Durchschnitt



Viel Afrika, ein Viertel Russland und ein wenig Türkei. Mit diesem Ländermix möchte der EMEA Fonds von Fidelity eine hübsche Rendite erwirtschaften. In den letzten Jahren ist ihm das gelungen. Um fast 40 Prozent legte der Fonds seit seiner Auflage an Wert zu. Das Fondmanager-Team verfolgt dabei ein klares Rezept und spart eine wirtschaftliche Größe in Afrika bewusst aus.

Der EMEA Fonds (ISIN: LU0303816028) von Fidelity wurde Mitte 2007 aufgelegt und umfasst mittlerweile ein Volumen von annähernd 900 Millionen Euro. „Rund 67 Prozent des EMEA Fonds sind direkt oder indirekt in Subsahara-Afrika investiert“, erklärt Nick Price, Fondsmanager von Fidelity. Price hat dabei vor allem auf die regionalen ökonomischen Schwergewichte Südafrika, Nigeria und Kenia seinen Radarschirm.

Südafrika sieht der Fondsmanager als Tor für den afrikanischen Markt. Darüber hinaus schätzt er das für Investoren politisch sichere Umfeld: „Südafrika hat eine sehr gute Unternehmensführung, ähnlich der in westlichen Staaten.“ Es kommt also nicht von ungefähr, dass fast die Hälfte der Fondsgelder dort angelegt sind. Weitere Schwerpunkte liegen in Russland (24,4 Prozent), Nigeria (9,5 Prozent), der Türkei (4,6 Prozent) und in Kenia (2,7 Prozent).

Keine Investitionen im Land am Nil


Die Finger lassen die Experten von Fidelity von Ägypten. „Die Währungsreserven haben sich in den letzten acht Monaten halbiert“, benennt Price eines der großen wirtschaftlichen Probleme des Landes. Auch das politisch instabile Umfeld seit der Machtübernahme der Moslembrüder und ihrem Präsidenten Mohammed Mursi ist dem Fondsmanager zu riskant.

Zwei Drittel fließen in Konsum und Finanzen


Insgesamt setzt sich der EMEA Fonds aus 70 verschiedenen Aktientiteln zusammen. Die größten Summen der Fondsgelder fließen in das Telekommunikationsunternehmen MTN Group (7,7 Prozent), in die Mediengruppe Naspers (6,4 Prozent) und in den Ölkonzern Lukoil Holding (5,8 Prozent).

Bei der Auswahl der Unternehmen steht für Price die Qualität an erster Stelle. Konkret: Eine erfahrene Unternehmensführung, nachhaltiges Wachstum, eine geringe Verschuldung und eine langfristige Strategie gehören unabdingbar dazu.

Großes Potenzial sieht Fondsmanager Price vor allem in den Branchen Finanzen und Konsum. Also in jene Sektoren, welche mitunter am stärksten von den wachsenden Mittelschichten auf dem afrikanischen Kontinent und den anderen Schwellenländern profitieren werden. Nahezu 30 Prozent der Fondsgelder werden jeweils in diese Bereiche investiert. Weitere große Positionen sind mit knapp 16 Prozent in den Energie- und rund 12 Prozent in den Telekommunikationssektor investiert.

Mindestens besser als der Durchschnitt


Auf eine exakte Wachstumsprognose für die Zukunft möchte sich Price nicht einlassen. Wenngleich er sich für die nächsten drei Jahre 10 Prozent jährliches Wachstum vorstellen kann – vorausgesetzt, es geschehen keine unvorhersehbaren Ereignisse. Eines ist für ihn aber sicher: „Wir erwarten eine bessere Performance als der Durchschnitt der Emerging Markets erzielt.“ Mut könnte potenziellen Anlegern zudem machen, dass das bisher gelungen ist. Denn der EMEA Fonds ist seit seiner Auflage Mitte 2007 um fast 40 Prozent gewachsen. Seine Benchmark, der MSCI Emerging Markets, hat im gleichen Zeitraum nur 14 Prozent an Wert gewonnen.


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