5.08.2014 |  Andrea Wörle
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Die besten Afrikafonds


Passiv hat die Nase vorn



Der Markt für Afrikafonds ist noch jung und Investments nicht ohne Risiko. Econoafrica hat alle Afrikafonds unter die Lupe genommen und die fünf besten und schlechtesten der letzten drei Jahre zusammen gestellt.

Eine gute Nachricht vorweg: Für 13 der insgesamt 21 Aktienfonds mit einem Schwerpunkt auf Afrika ging es in den letzten drei Jahren bergauf. Fünf Fonds haben in diesem Zeitraum jedoch an Wert eingebüßt. Der Afrikafonds von Franklin Templeton (ISIN: LU0744128231) sowie der Pan-African-Fonds (ISIN: LU0771340931) und Sub-Sahara-Fonds (ISIN: LU0771340857) der Renaissance Asset Manager blieben bei der Analyse unberücksichtigt, da die Papiere nicht älter als zwei Jahre sind; bis dato stehen sie noch im Plus. Der Deka-MiddleEast and Africa Fond CF und der VCH Afrikafonds der Altira Group wurden wegen mangelndem Erfolg vor kurzem wieder aufgelöst.

Platz 1: db x-trackers MSCI EFM Africa TOP 50 Capped Index UCITS 1C (ISIN: LU0592217524)


Die Nase vorn hat der passiv gemanagte Fonds mit dem komplizierten Namen db x-trackers MSCI EFM Africa TOP 50 Capped Index UCITS 1C. Gut 37 Prozent Rendite hat der ETF in den letzten drei Jahren gemacht, zumindest wenn man die Euro-Anteilsklasse gewählt hat. Der Indexfonds bildet die Wertentwicklung des MSCI EFM Africa TOP 50 Capped Index nach, darin befinden sich die 50 größten afrikanischen Unternehmen. Die größten Positionen darunter sind die Nigerian Breweries, die nigerianische Guaranty Trust Bank und das marokkanische Telekommunikationsunternehmen Itissalat Al Maghrib. Der Schwerpunkt des Index liegt dennoch in Südafrika.

Platz 2: BB African Opportunities (ISIN: LU0433847240)


Der aktiv verwaltete Aktienfonds aus dem Hause Bellevue Asset Management hat in den vergangenen drei Jahren fast 35 Prozent Gewinn gemacht. Der Fonds investiert zu über einem Drittel in Ägypten. Die größten Einzelposten sind der Versicherungskonzern Old Mutual, die Commercial International Bank und das Geldinstitut Crédit Agricole S.A. Der BB African Opportunities ist der erfolgreichste aktiv gemanagte Aktienfonds.

Platz 3: JPM Africa Equity A (ISIN: LU0554776046)


Der Fonds hat seinen Anlageschwerpunkt mit aktuell 57 Prozent des gesamten Fondsvolumens in Südafrika. In den letzten drei Jahren hat er knapp 31 Prozent Rendite eingefahren. Die größten Einzelpositionen sind das Medienunternehmen Naspers, der Mobilfunkanbieter MTN und der Chemiekonzern Sasol. Finanztitel und nicht-zyklische Konsumwerte machen 42 Prozent des Portfolios aus.

Platz 4: Robeco Afrikafonds (ISIN: NL0006238131)


Der Afrikafonds der niederländischen Fondsboutique Robeco verfügt über ein Fondsvolumen von rund 60 Millionen Euro und investiert schwerpunktmäßig in Südafrika und Nigeria. Auf Drei-Jahressicht hat der Aktienfonds eine Rendite von 29 Prozent erzielt. Die größten Einzelpositionen sind das Medienunternehmen Naspers, der Mobilfunkanbieter MTN und der Chemiekonzern Sasol.

Platz 5: Standard Africa Equity Fund (ex South Africa) A-1 USD (ISIN: IE00B23Q2M41)


Der bereits 2007 aufgelegte Afrikafonds hat ein Volumen von rund 28 Millionen US-Dollar. Er hat in den letzten drei Jahren fast 27 Prozent an Boden gut gemacht. Das Papier wird von STANLIB beraten, der Asset-Management-Tochter der südafrikanischen Standard Bank Group. Die größten Einzelpositionen sind das Immobilienunternehmen Talaat Moustafa Group Holding, die Kenya Commercial Bank und die Equity Bank.

Die Verlierer



Der passiv gemanagte LYXOR ETF PAN AFRICA (ISIN: FR0010636464) führt die Verliererliste an, fast 16 Prozent hat der Indexfonds in den letzten drei Jahren an Wert eingebüßt. Der Fonds zeichnet den SGI Pan Africa Preisindex nach. Dieser Index enthält insgesamt 30 Werte aus den Zonen Nordafrika, Subsahara-Region und Südafrika.

Mit einem Minus von fast 13 Prozent hat der Nestor Afrikafonds (ISIN: LU0407232692) die letzten drei Jahre kaum besser hinter sich gebracht. Der aktiv verwaltete Fonds investiert überwiegend in Nigeria, Südafrika und Ägypten. Das drittschlechteste Ergebnis auf Drei-Jahres-Sicht erzielte der Africa Focus von Julius Baer (ISIN: LU0303756455), nahezu 8 Prozent hat der Aktienfonds verloren. Über 7 Prozent Miese mussten Anleger des DWS Invest Afrikafonds (ISIN: LU329759764) verschmerzen.

Der „Beste“ auf der Verlierer-Seite ist der Wallberg Blackstar Africa Fund (ISIN: LU0357146421) mit einem Minus von 3 Prozent in drei Jahren. Der Fonds wurde schon 2008 aufgelegt und verfügt nur über ein minimales Volumen von gut vier Millionen US-Dollar. Als Investment erscheint das Papier daher nicht besonders empfehlenswert.
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Disclaimer: Fotonachweis: fondsweb.de
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